Es kann hier als typisches Beispiel jeder Aussage zu Windkraftwerken in der Schweiz gelten: Im Nachhinein entpuppen sich die Zahlen als massiv übertrieben. Seltsam ist nur, dass diese Erkenntnis schon seit 2010 jedem Experten bekannt ist, sich in allen Windkraftprojekten der Schweiz genau gleich abspielt und es trotzdem noch niemand bemerkt zu haben scheint. Für den Faktencheck habe ich fairerweise erst die Jahre gerechnet, als alle vier Windräder produziert haben. Oder soll ich besser sagen: „… als alle vier Windkraftwerke auf den grossmaulig versprochenen Wind gewartet haben„?

Der dazu passende Bericht einer Töfftour über den Nufenen
Sonntag, 22. August 2021: Wir fahren über den Nufenenpass nach Airolo. Die von Bundesrätin Doris Leuthard bei der Einweihung mit Vorschusslorbeeren überschütteten Windkraftwerke drehen sich nicht. Sie haben sich in den ersten Betriebsjahren als grossen und teuren Flop erwiesen. Darüber möchten wir einen Kaffee trinken und stechen auf der Passhöhe als einzige Alternative in den Kiosk, weil das Restaurant geschlossen hat: Da erfahren wir, weshalb das Restaurant nicht betrieben werden kann und wir auch im Kiosk keinen Kaffee bekommen können: Die Verkäuferin erklärt uns mit einem vieldeutigen Schmunzeln: „Wir haben zu wenig Strom„.
