Atomhavarie Fukushima nach 15 Jahren

Eine unglaubliche Fehleinschätzung der Tsunamigefahr durch die Japanischen Behörden und den Betreiber Tepco hat die Havarie der Blöcke I-III des AKW Fukushima Daiichi am 11. März 2011 erst verursacht. Praktisch alle westlichen Sicherheitselemente für moderne Atomkraftwerke haben im AKW Fukushima Daiichi gefehlt, die man im Westen seit 1979 als Folge der Teilkernschmelze im Atomkraftwerk Three Mile Island als Standard findet. Vor der Havarie wurden die Behörden und der Betreiber von verschiedener Seite auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Die Japaner haben bis 2011 alle Hinweise westlicher Warner zu den fehlenden Sicherheitselementen ihrer AKW ignoriert.

Aber auch die westlichen Journalisten haben bisher kaum dazu gelernt. Die NZZ berichtet am 11. März 2026 im Artikel „Zerstört, überflutet, verstrahlt – jetzt kehren wieder Menschen nach Futaba zurück. Warum?“ weiterhin undifferenziert im Dreiklang der Atomkraftgegner im SRF-Leutschenbach:

[…] Am 11. März 2011 kam es in Japan zur Dreifachkatastrophe: Erdbeben – Flutwelle – Atomunfall. 20 000 Menschen starben. […]

Die SRF Tagesschau hat mindestens 10 Jahre lange bei jedem Jahresrückblick diese geschickte Wortverdrehung angewendet. Es waren aber ausschliesslich das Erdbeben und die folgenden Flutwellen, die den Tod von über 20’000 Menschen verursacht haben, nicht die Strahlung der Atomhavarie. Durch Strahlung gilt lediglich ein einziger Mitarbeiter als tödlich verletzt, er starb allerdings erst fünf Jahre nach der erhaltenen Kleindosis von 107 Millisievert an Lungenkrebs. Die Todesursache „Strahlung“ muss in diesem Fall relativiert werden, sind die Strahlendosen der betroffenen Arbeiter während der Havarie doch exakt bekannt und massiv höher als 107 Millisievert, siehe Buch „Entwarnung“. Die meisten Arbeiter haben eine wesentlich höhere Dosis von bis 679 Millisievert erhalten und trotzdem haben das alle problemlos überlebt. Auch die Symptome der Strahlenkrankheit wurden bei diesen Arbeitern nicht gemeldet und keiner von ihnen findet sich auf einer bisher fehlenden Liste von „Strahlentoten“. Es sind schon gar keine Namen solcher Opfer bekannt. Zum Beispiel finden wir bei der Atomhavarie von Tschernobyl 1986 die Namen der verstorbenen Feuerwehrsoldaten auf einer öffentlichen Liste (Siehe Buch Entwarnung).

Das ewig leidige Thema der unverstandenen Strahlendosis und das fehlende Wissen von Journalisten drückt wieder einmal durch, wenn sich Marco Kauffmann Bossart und, Dominic Nahr an der Interpretation von gemessener Strahlung versuchen:

[…] An diesem Montag misst der Geigerzähler im Zentrum 0,082 Mikrosievert pro Stunde. Gemäss den japanischen Behörden sind das unbedenkliche Werte. Nur beim Spital zeigt der Zähler einen markant höheren Wert: 1,019 Mikrosievert pro Stunde, in grossen roten Zahlen. (Zum Vergleich: Während eines einstündigen Fluges setzt sich ein Passagier einer fünf- bis zehnmal so starken Belastung aus.)

Es fehlt hier der klare Hinweis, dass die hier angegebenen Strahlenmengen weniger oder gleich einem Millionstel Sievert entsprechen was selbst in der unbelasteten Schweiz als unbedenkliche und natürlich vorkommende „Grundstrahlung“ gilt. Weniger Strahlung kann man auf dieser Erde kaum haben. In der Ortschaft Ramsar, Iran findet man eine natürliche Grundstrahlung von 260 Millisievert pro Jahr. Das entspricht rund 30’000 Mikrosievert pro Stunde und demnach einem 30’000-Fachen wie die aktuellen Werte beim alten Spital von Fukuba. Die Krebsrate in Ramsar ist trotz einer auffällig hohen Grundstrahlung gegenüber der Basislinie der iranischen Krebserkrankungen nicht erhöht. Weshalb kann man das der Leserschaft der NZZ nicht einfach sagen? Oder auch die erfrischende Mitteilung, dass die Evakuation in Futuba schon vor 6 Jahren aufgehoben wurde, weil die Richtlinien für Strahlenbelastung der WHO am 5. März 2020 schon längst unterschritten waren?

Es sind genau solche Falschmeldungen und Fehlinterpretationen ungebildeter Journalisten, die nun schon seit Jahrzehnten unnötige Ängste vor geringster Strahlung erzeugen und die bösartig und unwissenschaftlich konstruierten Angstszenarien der Antiatombewegung alimentieren.

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