Die Reporte von Axpo zum Zustand unserer Stromversorgung sind schon länger damit aufgefallen, die Kernkraft schlecht zu reden und die Erneuerbaren einseitig in den Fokus der Zukunft zu setzen. Der neueste Report wird nun auf allen Plattformen diskutiert und selbst der NZZ fällt die offensichtliche Windlastigkeit auf.
Im neuesten Report vom 24. März 2026 sticht sofort ins Auge, dass wieder einmal der Einfluss von Atomkraftgegnern überproportional zum Tragen kommt, was seit der Friedensbewegung der 1960-er Jahre eine undemokratische Spezialität der unbelehrbaren Atomkraftgegner in unserer Gesellschaft darstellt. Die Empfehlungen der Axpo sind aus folgenden Gründen ausserhalb jeder Energievernunft ausgefallen:
- Der empfohlene Weg des grossartigen Ausbaus der Erneuerbaren läuft auf einen extremen Ausbau der Windkraft in der Schweiz hinaus. Der dieses Szenario begleitende, weil wegen den sinnlosen Windkraftwerke unabdingbare Ausbau mit vier neuen Gaskraftwerken, kombiniert die schlechtesten Optionen, die man für die Energieversorgung der Schweiz finden kann.
- Gaskraftwerke zu bauen mag vielleicht einfacher und in einer oberflächlichen Betrachtung günstiger sein, als zwei neue Atomkraftwerke. Da kann man beim Preis wohl zustimmen. Aber Gas führt uns in genau die Abhängigkeit vom Ausland, unter der gerade die halbe Welt ächzt: Die USA sind genauso unzuverlässig geworden, wie die Russen. Der nahe und mittlere Osten sind durch den andauernden Konflikt um die Strasse von Hormus ebenfalls ein dauerndes Risiko für eine gesicherte Energieversorgung der Schweiz.
- Für mich zwar unwichtig, aber gerade für die am Axpo-Report beteiligten Verbände Grüne und WWF von ideologisch zentraler Bedeutung: CO2 scheint für Grüne kein Problem mehr zu sein, wenn nur die traditionell gefürchteten AKW nicht gebaut werden. Eine Angst der Grünen und Linken, die längst jedes wissenschaftliche Fundament verlassen hat. Jede Behauptung der AKW-Gegner kann heute als konstruierten Blödsinn nachgewiesen werden. Die Axpo will das nicht wahrhaben und beweist das, indem sie die grünen Energie-Fantasten in ihrem „Advisory Board“ mitreden lässt. Die AKW-Gegner sind wie seit Jahrzehnten üblich immer dabei. Von den Windkraftgegnern findet sich keinerlei Spur, weder im Bundesamt für Energie noch im Advisory Board der Axpo. Aber gerade sie würden die dringend notwendige Vernunft einer Mehrheit der von diesen landschaftsunverträglichen Industrieanlagen Betroffenen gut vertreten. Die Abwesenheit der gut informierten Windkraftgegner in einem Axpo Advisory Board ist ein Beweis der gewollt einseitigen Ausrichtung zur politischen Unvernunft.
Wer Windkraftwerke als Lösung im windschwächsten Land Europas als „Nachhaltige Lösung“ vorschlägt, kann sich beim besten Willen nicht auch noch als Energieexperte bezeichnen. Die Experten des WWF und der Grünen sind Klimaaktivisten ohne das notwendige seriöse Fachwissen und haben sich trotz Anwesenheit bürgerlicher Politiker wie Christian Wasserfallen oder Christian Imark mit solch abstrusen Ansichten durchsetzen können. Etwas vermeintlich intelligentes daherschwafeln können Grüne, Linke und ihre Angsthasen um Atomkraft wunderbar. Das dumme Geschwafel kann man nur mit dem notwendigen Fachwissen widerlegen, das den bürgerlichen Politikern offensichtlich wieder einmal gefehlt hat.
Das von der Axpo vor allem aus Kostengründen abgelehnte Szenario mit zwei neuen AKW ist deshalb das Nachhaltigste, weil das zwar teuer ist, aber eben auch die Möglichkeiten bietet, vielseitige und eine grösstmögliche Menge Energie zur Verfügung zu stellen, die im eigenen Land produziert werden kann. (Siehe AKW Okiluoto) Axpo und ihre Theoretiker ignorieren vollständig, dass Atomkraftwerke nicht nur Strom, sondern auch Abwärme für die thermochemische Produktion von Wasserstoff und damit Benzin und Diesel ermöglichen. Als wichtigen Nebeneffekt könnte auch eine Grossstadt wie Basel mit Fernwärme versorgt werden, Energie, die am Ende des Nutzungsprozesses von Atomkraft anfällt. Von Uran sind wir wesentlich unabhängiger als von jeder anderen Energiequelle, weil wir es sogar im eigenen Land haben (Wallis bei Haute-Nendaz). Zu beachten ist dabei auch, dass Windkraft die schlechteste Energiedichte aufweist, die man in der Schweiz überhaupt haben kann. Die Energiedichte ist aber auch die wichtigste Basis, um Energie in welcher Form auch immer, haben zu können. Energie aus Luft ist Energie aus Uran nicht um Faktoren, sondern im astronomischen Massstab unterlegen. Energie aus Uran hat die grösstmögliche, Luft hat die geringste Energiedichte. Ich hoffe, die Axpo beginnt endlich, scharf darüber nachzudenken, ob sie Energie produzieren will für eine prosperierende Gesellschaft oder einen Haufen warme Luft für die Unterhaltungsmedien.
