40 Jahre nach Tschernobyl und keiner hat etwas gelernt

Tschernobyl ist wieder mal in aller Munde. Jeder und jede hat etwas dazu zu sagen. Die Medien verbreiten ungerührt die Propaganda, wie sie seit 40 Jahren durch die Atomkraftwerkgegner orchestriert wird. Obwohl sich seriöse Studien dazu längst ungelesen anhäufen, poltern die Medien den exakt gleichen Atomkraftgegnersprech, wie wir ihn seit damals als dümmliche Repetition der Unwissenheit kennen. Zuvorderst in der Schweiz wie immer unser Schweizer Fernsehen, das auf die längste Tradition der Verbreitung von Fake-News zurückblicken kann. Aufträge von Greenpeace und WWF werden von den Redaktoren von SRF gern in der Form von Expertenäusserungen in den seriös aufgemachten Medienmitteilungen entgegengenommen und unkritisch an die Gesellschaft weitergereicht. Mit der überdeutlichen Ablehnung der Initiative „200 Franken sind genug“ am 8. März 2026 hat die demokratische Mehrheit der Schweiz bewiesen, dass sie keine seriöse Berichterstattung durch die Staatsmedien wünscht. Die Wahrheit über die Atomkraft könnte jeder selber nachvollziehen, wenn er oder sie sich nur etwas umfassender informieren würden. Neben dem angenehmen Unterhaltungsangebot der oberflächlichen Lustigkeit sind Fakten viel zu trocken und man müsste für ein fundiertes Wissen darüber die naturwissenschaftlichen Grundlagen zur Kenntnis nehmen wollen. Ein Schritt, der unsere akademisierte Gesellschaft nicht gerne vollzieht oder vielleicht gar nicht vollziehen kann. Dummheit ist lernbar. An unseren Universitäten und Hochschulen wird dazu viel gelehrt und gelernt.

Die Evolutionsbiologin Cara Love et al. hat zur Wirkung der Strahlung mehrere Jahre in Tschernobyl geforscht. Ihre Erkenntnis ist nicht neu, neu daran wäre nur, wenn solche Studien eine Erwähnung in der Schweizer Medienlandschaft finden würde:

Fünf Beine, drei Augen, oder andere ungewöhnliche Mutationen? Evolutionsbiologin Cara Love von der Universität Princeton muss ihre Zuhörerinnen und Zuhörer dann regelmässig enttäuschen: „Ich habe in der Sperrzone von Tschernobyl keinen einzigen Wolf mit fünf Beinen oder mehr als zwei Augen gesehen – und auch kein anderes Tier, das irgendwie auffällig aussah.

In der wohl 8. Generation seit der Atomhavarie hat die Wolfspopulation um Tschernobyl eine stabile Immunität gegen die Strahlenbelastung entwickelt. Heute helfen diese Tiere mit, die Entstehung und die Verhinderung von Krebs auch beim Menschen besser zu verstehen. Die Wolfspopulation um Tschernobyl hat sich mit der „Hohen Strahlenbelastung“, wie sie in den Medien gerne repetiert wird, sehr gut arrangiert. Wie auch die restliche Fauna und Flora. Schon längst.

Diese Erkenntnis ist alles andere als neu. Mit einer theoretischen Strahlenbelastung unbekannter Grösse haben sich die Journalisten schon immer schwer getan. Nie findet man exakte Werte dazu in den Medien. Es ist viel populärer, wenn man mit schwammigen Begriffen wie „Hohe Strahlenwerte“, „atomverseuchtes Gebiet“, „auf ewig verstrahlt“ und immer mit absolut unbelegten Zahlen über Tote und Vielleichttote berichten kann. Der Begriff „Sievert“, ein wissenschaftlich korrekter Wert für die Angabe über eine Strahlenbelastung lebender Organismen können oder wollen Journalisten nicht argumentieren, weil sie mit einer wissenschaftlichen Aussage keine Strahlenangst erzeugen können. Die gemessenen Werte in der Sperrzone um Tschernobyl sind mit Ausnahme der hohen Werte innerhalb des Sarkophags längst als unbedenklich zu bezeichnen. Nach Angaben des Reiseveranstalters, der seit vielen Jahren Touren in die Sperrzone anbietet, liegt die Belastung etwa beim „Sechs- bis Achtfachen der Normstrahlung, der wir überall auf der Welt ausgesetzt sind„. Das wären dann also konkrete 12 bis 16 Millisievert pro Jahr, ein Wert, der durch die WHO für die ehemaligen Sperrgebiete um das havarierte AKW Fukushima Daichi längstens als „wiederbesiedelungsfähig“ bezeichnet wird. Der Tschernobyl-Experte Jim Smith erwähnt im Zusammenhang mit der Sperrzone um Tschernobyl einen durchschnittlichen Strahlungswert von 1 Millisievert. Das ist weniger als die durchschnittliche Strahlungsdosis der natürlichen Strahlung in Mitteleuropa.

In die Provinz Tohoku wozu Fukushima gehört, ist die Bevölkerung schon vor Jahren zurückgekehrt. Die sogenannten „Einsiedler von Tschernobyl“ leben schon seit kurz nach der Atomhavarie des AKW Tschernobyl im Jahr 1986 in der Sperrzone und sie klagen trotz ihres meist fortgeschrittenen Alters über „wenig Beschwerden“. Wenn man die realen Strahlenwerte kennt, wundert das nicht im geringsten. Ihr grösstes Problem war das chaotische Verhalten der sowjetischen Behörden, die eine Wiederansiedelung nach der Havarie unbedingt verhindern und sie regelmässig aus ihrer Heimat vertreiben wollten.

Jim Smith gilt als international anerkannter Experte in Sachen Tschernobyl. Er forscht dazu seit 1990 und stellt schon in seinem 2005 veröffentlichten Buch „Chernobyl Catastrophe and Consequences“ fest, dass „[…] das Land wieder genutzt werden kann und nicht alles in Tschernobyl schlecht und gefährlich ist».

Wir sollten als moderne Gesellschaft damit aufhören, Atomunfälle medial aufzugeilen, von welchen 99% dieser Gesellschaft keine Ahnung haben und deshalb gar nicht seriös als Gefahr für die Gegenwart interpretieren dürfen. Es geht den Medien, den Atomkraftgegnern und wohl allen Menschenhassern nur darum, sich wichtig zu machen, Geld und Steuern aus verängstigten Dummies zu pressen und das offensichtliche Erfolgsmodell „Kernkraft“ schlecht zu machen, weil sie mit der Verbreitung dieses systematischen Unsinns auch noch die Stimmen der Ungebildeten absahnen können. Angst vor Kernkraft ist absolut irrational und wissenschaftlich unhaltbar. Politiker und Journalisten, die die ewiggleichen Phrasen der Atomkraftgegner seit den 1960-er Jahren wiederholen, sind nicht lernfähig und leben bestimmt keine praktische Bildung der Naturwissenschaften. Wer solchen Medien glaubt oder solche Politiker wählt, führt unsere Gesellschaft nicht in eine gute Zukunft, sondern in die ewige Verdammnis der dümmlichen Oberflächlichkeit einer lebensunfähigen Spassgesellschaft.

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